Anlass und Zweck:

Es gibt viele unterschiedliche Anlässe, ein Haus, eine Wohnung oder ein unbebautes Grundstück bewerten zu müssen oder zu wollen:

 

  • Verkauf oder Ankauf einer Immobilie

  • Reduzierung der Erbschaftsteuer, sonstige Erbschafts-Angelegenheiten,

  • Anteilsbewertung bei unterschiedlichen Gesellschaftsformen

  • Renditeprognosen für Investoren

  • Enteignung und Entschädigung

  • Beleihung von Grundstücke

  • Versteigerungen

  • Vermögensauseinandersetzungen

  • Versicherungsabschluss oder –Änderung

  • Grundstückstausch

  • Grundstücke im Sanierungsgebiet

 

Zweck einer Wertermittlung ist es in der Regel, einen Interessenausgleich zwischen mindestens zwei Parteien (Menschen) herbeizuführen. Allein schon deshalb ist es klar, dass ein wie auch immer gearteter objektiver Wert, also ein Wert, der unabhängig von der Vorstellung eines der Interessenpartner ist.

 

Verwerter eines Gutachtens können aus der Fülle von verschiedenen Kreisen kommen, z.B.:

  • Investoren als Privatleute oder in Auftrag eines Unternehmens.

  • Verwaltungsangestellter als Mittler bei einem Enteignungsverfahren.

  • Immobilienmakler bei einer Marktrecherche.

  •  Architekten bei Vorkalkulationen

  •  Bauträger bei Ankaufverhandlungen (Residualwertverfahren)

  • Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts, beim Ankauf von Grundstücken

  • Unternehmens- oder Vermögensberater bei Renditeanalysen.

  • Wirtschaftsprüfer bei Unternehmensbewertungen

  • Anwälte in Mandanten- oder Gesellschafts-Angelegenheiten

  • Banken bei der Darlehensvergabe, bzw. Beleihungsfällen.

  • Rechtspfleger in Versteigerungsverfahren.

  • Richter bei Vermögensauseinandersetzungen

  • Angestelltes des Fiskus bei Vermögensbewertungen (Schenkungen, Erbschaftssteuer u.a.)

  • Versicherungsangestellte bei der Prämienfeststellung.

 
Gegenstand einer Wertermittlung können nicht nur Grundstücke und die damit verbundenen Gebäude sein. Es könnte auch nur um die Wertermittlung von Rechten und Belastungen gehen, die mit einem Grundstück verbunden sind. Folgende Fälle sind häufiger Gegenstand einer Wertermittlung:

 

1. Fall unbebautes Grundstück:

Bodenwertermittlung: Wie kann das Grundstück genutzt werden und wie bebaut werden! Welche Qualitätsstufe ist erreicht (Bauland, Rohbauland, Bauerwartungsland) ?

2. Fall bebautes Grundstück:

Grundstücksgesamtbewertung: Welcher Wert resultiert aus der Nutzung des gesamten Grundstücks) Kann die Nutzung geändert werden, können bauliche Veränderungen (An- und Neubau) vorgenommen werden?

Bodenwertermittlung: Welche Belastung oder Begünstigung ergibt sich aus der Bebauung?

Gebäudewertermittlung: welche Nutzung hat das Gebäude? Könnte die Nutzung auch auf einem anderen Grundstück erfolgen? Ist eine Trennung überhaupt möglich oder besteht eine wirtschaftliche Einheit von Boden und Gebäude?

Wert eine Überbaus: welchen wirtschaftlichen Vor- oder Nachteil hat der Nachbar?

Wert eines Wohnrechts: welche Belastung besteht wegen der Einräumung eines Wohnrechts? 

3. Fall bebautes oder unbebautes Grundstück:

Wert eines Erbbaurechtes: Welchen wirtschaftlichen Vor- oder Nachteil hat der Erbbauberechtigte?

Wert eines mit dem Erbbaurecht belasteten Grundstücks: welchen wirtschaftlichen Vor- oder Nachteil hat der Eigentümer des Bodens?

Wert eines Nießbrauchs: Welche Belastung besteht wegen der Einräumung eines Nießbrauchs?

Wert eines mit einem Wegerecht belasteten oder begünstigten Grundstücks: Welcher Belastung oder welcher Vorteil besteht wegen der Einräumung eines Wegerechtes?

Wert eines Leitungsrechts, einer Baulast, einer Reallast... Welche Bedeutung besteht wegen der Einräumung eines derartigen Rechts zugunsten Dritter? usw.