IVD-Erschwinglichkeitsindes für selbst genutzte Wohnimmobilien

Immobilienpreise sind ein wichtiger Indikator für den Erwerb von wohnimmobilien. Aber erst das Zusammenspiel aus Immobilienpreisen, Zinsniveau und verfügbarem Einkommen vervollständigen das Bild für den Käufer einer Immobilie. Kann ich mir die Immobilien leisten oder nicht? Das Center for Real Estate Studies (CRES) kat im Auftrag des IVD den IVD-Erschwinglichkeitsindes entwickelt. und damit die Erschwinglichkeit von selbst genutzten Wohnimmobilien messbar gemacht!

Um es vorweg zunehmen, noch nie war es so erschwinglich wie heute, in Deutschland eine Wohnimmobilie zu erwerben! Das stetig abfallende Zinsniveau, die steigenden Haushaltseinkommen und die leicht fallenden Immobilienpreise sind verantwortlich dafür.

Stand: 11.11.2010 Quelle: IVD-News aus der Immobilienbewerter (ImmWert)


IVD-Pressemittleilung:

Leichte Teuerung der Mietpreise, attraktivere Preislagen für den Eigentumserwerb.

In den meisten Städten der Metropolregion Rhein-Neckar bleiben die Preise für Kaufimmobilien in den vergangenen Monaten fast unverändert. Die Mietpreise zogen vielerorts an oder blieben konstant. In Heidelberg gab es einen Anstieg der Eigentumswohnungspreise in mittelguten Lagen, während die Kaufpreise für Einfamilienhäuser in mittelguten Lagen günstiger wurden. Allgemein zeigten sich die Immobilienmärkte der baden-würrtembergischen Seite (Mannheim und Heidelberg) die größten Preisveränderungen.

 

Teuerster Immobilienstandort der Region bleibt die Universitätsstadt Heidelberg. Hier kostet ein frei stehendes Einfamilienhaus in guter Lage etwa 525.000 Euro und damit fast 50.000 Euro weniger als vor einem Jahr und knapp mehr als im Jahr 2008. In Mannheim muss man 430.000 Euro einkalkulieren und damit 10.000 Euro mehr als im Vorjahr, in Speyer blieb der Wert unverändert bei 370.000, in Neustadt bei 300.000 und in Ludwigshafen bei 290.000 Euro. Die Preise für Reihenmittelhäuser in der Region sanken in Ludwigshafen, Mainz und Neustadt, im Schnitt um -2 bis -7%. In Mannheim und Heidelberg steigen die Preise um 6 bis 15 Prozent. Für ein Reihenhaus in mittelguter Lage muss man in Mannheim derzeit 252.500 Euro einrechnen, 7% mehr als im Vorjahr. In Heidelberg liegen die Kosten bei 300.000 Euro und in Ludwigshafen bei 155.000 Euro.

 

Die Preise für gut ausgestattete Eigentumswohnungen (Balkon, sanierte Bäder) steigen in Mannheim um 10% an - von 1.420 auf 1.562,50 Euro pro Quadratmeter. In Heidelberg veränderte 90 Euro/m² günstigsten Eigentumswohnungen mit einfacher Ausstattung findet man weiterhin in Worms.

Bei den Wohnungsmieten ist in einigen Städten ein leichter Anstieg zu erkennen. In Ludwigshafen, Kaiserslautern, Mainz, Neustadt, Speyer und Worms hielten sich die Preise auf Vorjahresniveau. Die Mietpreise in eínfachen Lagen war in Mannheim ebenfalls ein Preisanstieg um 5% zu beobachten, in Landau um 2% und in Heidelberg um 1%. Einzig in einfachen Lagen in Heidelberg war ein Preisrückgang von 6,10 auf 5,75 Euro/m² zu erkennen (6%). der höchste Mietpreis in der Region bleibt mit 10,50 Euro/m² (in Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 5%) in guten Lagen von Heidelberg. Im Segment Wohnungsmieten Neubau (Erstbezug) kam es zu leichten Preisanstiegen in Mannheim, Landau und Heidelberg. In den übrigen Zentren der Region hielten sich die Preise in diesem Segment unverändert zum Vorjahr. Das günstigste Pflaster für den Neubau-Erstbezug bildet mit 6,00 Euro/m² Kaiserslautern. Doppelt so teuer ist der m²-Preis im diesem Segment in guter Lage in Heidelberg.

 

SACHWERT schlägt GELDWERT

Die weltweite Finanzkriese lässt werder Unternehmen und Arbeitnehmer, noch Geldvermögen und Wertpapierdepots unberührt. Aktienindizes suchen nach dem Bodensatz. Als kriesenfest geltendes Gold dagegen feiert Handels-Höchststände.

Das kann man von den Preisen für Wohnimmobilien in Deutschland gerade nicht behaupten, doch machen sie die Wertverluste von Aktien- und Wertpapieren nicht mit. Auch die Mieten für Wohnimmobilien sinken in der Finanzkrise nicht, sondern halten ihr Niveau. In guten Lagen sind sie sogar nach längerer Stagnation im Aufwärtstrend! Das kann mann von den Aktienkursen und den Zinssätzen für Rentenpapiere oder Festgeldanlagen nicht behaupten. Wohl dem, der einen guten Teil seines Vermögens in selbst genutztes oder auch in fremd vermietetes Wohneigentum investiert hat.

Wer als Immobilien-Eigentümer gerade über freie Geldmittel verfügt und nach Anlagemöglichkeiten sucht, für den kann sich eine Sondertilgung von Hypothekenkrediten lohnen. Die aktuelle Zinssituation bedingt, dass die Renditen von z.B. Bundeswertpapieren meist niedriger sind als die für die laufende Baufinanzierung zu zahlenden Zinsen. Steht in Kürze die Verlängerung des Immobiliendarlehens an oder ermöglicht der laufende Vertrag Sondertilgungen, dann können sich durch die Rückführung des Kredits ersparte Zinsen deutlich mehr lohnen als die derzeit erzielbaren Renditen von Wertpapieren, Tagesgeldkonten oder Sparbüchern. 

Eine sinnvolle Alternative wäre selbstverständlich auch die Investition in eine weitere Immobilie, denn niedrige Marktpreise sind gute Einkaufspreise! Darüber hinaus ist der Immobilienbesitz bei der Altersvorsorge heute mehr denn je ganz weit vorn liegend. Und das kommt nicht von ungefähr: Gerade in diesen Zeiten wird wieder deutlich, dass Sachwerte, wie Immobilien, neben dem Vorteil eines Gebrauchswertes langfristig durchaus rentabler als Zins- oder Dividendenpapiere sein können.

Wußten Sie, dass Immobilien neben Gold die krisenfesteten Anlagen sind, und das seit mehr als hundert Jahren. Gold und Immobilien haben (mit Ausnahme beim 2. Weltkrieg) alle Krisen in den letzten hundert Jahren unbeschadet überstanden. Eine weiteren Weltkrieg wird es wohl nicht mehr geben, eine Welt-Wirtschaftskrise ist da erheblich wahrscheinlicher!

Es grüßt Sie herzlichst Ihr

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (fh)

Kai-Uwe Klinger-Vogt

 


Stand 23.1.2010